Corona Krisen­management

So managen Sie die Krise – unsere Informationsangebote

Inhalte

Ticker

Hier finden Sie einen Ticker für relevante Informationen zum Thema Coronavirus.

Erfolg sichern

Eine Zusammenstellung aus wichtigen Links und Informationen zum Thema Kurzarbeitergeld und Soforthilfe finden Sie unter diesem Bereich.

Liquidität sichern

Hier finden Sie alle nötigen Informationen wie Sie in der Krise Ihre Liquidität sichern können. Wir haben Ihnen Information in den Bereichen Steuerliche Maßnahmen,  Sozialversicherungsmaßnamen & Kredithilfen zur Verfügung gestellt.

Sonstige Informationen

Unter diesem Bereich haben wir weiterführende Links  und Informationen zu gesetzlichen Änderungen eingebunden.

Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen rund um das Krisenmanagement zu Corona in den nachfolgenden Informationsblöcken zusammengestellt. Was Sie in den Blöcken erwartet, finden Sie weiter oben. Über die Links auf der linken Seite kommen Sie zu den einzelnen Informationsblöcken.

Ticker

Hier finden Sie die insbesondere für das geschäftliche Krisenmanagement bedeutsamen Ereignisse der Corona-Krise.

21.10.2020 Anträge für die Überbrückungshilfe (2. Phase) können ab sofort gestellt werden

Die zweite Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Die Grundstruktur der Überbrückungshilfe als branchen­offenes Zuschuss­programm zu den Fixkosten bleibt auch in der Verlängerung erhalten. Änderungen wird es hinsichtlich der Antrags­berechtigung und der Förderhöhe geben:

  • Statt des starren Zugangs­kriteriums eines 60-prozentigen Umsatz­rückgangs im April und Mai können künftig all die Unternehmen Überbrückungshilfe beantragen, die entweder im gesamten Zeitraum April bis August 2020 einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum oder die in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten erfahren haben.
  • Unternehmen, die starken saisonalen Schwankungen unterworfen sind und im Zeitraum April bis August 2019 weniger als 15 % des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.
  • Was die Förderhöhe angeht, werden die KMU-Deckelbeträge von 9.000 Euro und 15.000 Euro ersatzlos gestrichen und die Fördersätze gestaffelt auf bis zu 90 Prozent erhöht. Außerdem wird die Untergrenze, ab der Unternehmen Förderung erhalten können, von 40 Prozent auf 30 Prozent Umsatzeinbruch abgesenkt und die Personalkostenpauschale werden von 10 Prozent auf 20 Prozent erhöht.
  • Eine Antragstellung ist weiterhin ausschließlich durch Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer möglich.

Die Programmabwicklung erfolgt in Bayern durch die IHK für München und Oberbayern. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020.

 

Zur Informationsseite des BMWi
Zur offiziellen Pressemitteilung Herr Altmaier
Zu den FAQ Überbrückungshilfen 2. Phase der BStBK

29.09.2020 Fristverlängerung für die Überbrückungshilfe 1. Phase bis 09.10.2020

Die Antragsfrist der Überbrückungshilfe wurde nochmals verlängert. Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen nun bis spätestens 9. Oktober 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Mitte Oktober gestellt werden

Weitere Informationen

28.09.2020 Beantragung der Überbrückungshilfe (1. Phase) nur noch bis 30.09.2020 möglich

Anträge der 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich nach dem 30. September rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober 2020 gestellt werden.

Weitere Informationen

23.09.2020 Neues Förderprogramm für Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von Lüftungsanlagen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat heute dem Bundeskabinett den Entwurf einer Förderrichtlinie „Bundesförderung Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten“ vorgelegt. Insgesamt stehen hierfür 500 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung, im Jahr 2021 stehen 200 Millionen zur Verfügung. Die Förderrichtlinie soll bereits Mitte Oktober in Kraft treten.

Weitere Informationen

23.09.2020 LfA Förderbank Bayern: Anpassungen bei Corona-Schutzschirm-Kredit und LfA-Bürgschaften

Aufgrund zwischenzeitlich eingetretener Neuerungen werden beim Corona-Schutzschirm-Kredit Produktanpassungen im Hinblick auf beihilferechtliche Anpassungen und Saldenausgleich und LfA-Bürgschaften vorgenommen. Bei Antragstellern, die LfA-Bürgschaften auf Basis der „Bundesregelung Bürgschaften 2020“ beantragt oder in Anspruch genommen haben, Nachweis, dass der beihilferechtlich verbürgte Darlehenshöchstbetrag eingehalten wird, ebenfalls erforderlich. Darüber hinaus unterliegen auch unabhängig von der Bürgschaftshöhe alle von der LfA auf Basis der „Bundesregelung Bürgschaften 2020“ übernommenen Bürgschaften einer Veröffentlichungspflicht.

Weitere Informationen

18.09.2020 Über­brückungs­hil­fe wird ver­län­gert, aus­ge­wei­tet und ver­ein­facht

Die Überbrückungshilfe wird in den Monaten September bis Dezember fortgesetzt. Dabei werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Das Hilfsprogramm unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten können Unternehmen für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben sich darauf verständigt, wie das Programm in den nächsten Monaten fortgeführt werden soll. Es bleibt dabei, dass die Überbrückungshilfe für Unternehmen aus allen Branchen offen steht, die durch die Corona-Krise besonders betroffen sind. Um besonders die Unternehmen, bei denen das Geschäft durch behördliche Einschränkungen oder Hygiene- und Abstandsregeln immer noch stark beeinträchtigt ist, noch besser zu erreichen, werden folgende Änderungen am Programm vorgenommen:

  1. Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder
    • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
    • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  2. Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.
  3. Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet
    • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
    • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
    • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch)
  4. Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
  5. Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

 

Wie schon das laufende wird auch das neue Programm in einem vollständig digitalisierten Verfahren beantragt und bearbeitet werden können. Die Mittel dafür werden von dem für die Digitalisierung der Verwaltung federführenden Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat bereitgestellt. Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt), der das beantragende Unternehmen meist schon gut kennt. Dank dieser Vorprüfung können die Anträge zügig beschieden und die Hilfen schnell ausgezahlt werden. Die Antragsbearbeitung und die Auszahlung erfolgen wiederum über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.

Weitere Informationen

16.09.2020 Verdienstausfall wegen Kinderbetreuung: Häufige Fehler bei der Antragstellung

Wegen der Corona-Krise mussten Schulen und Einrichtungen der Kinderbetreuung schließen und haben bis heute teilweise nur eingeschränkt geöffnet. Eltern, die dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können eine Entschädigung vom Staat erhalten (§ 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz). Die Entschädigung beträgt grundsätzlich 67 Prozent des Nettoeinkommens (max. € 2.016 / Monat). Die Auszahlung erfolgt zunächst durch den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber kann eine Erstattung durch den Staat beantragen.

Nach Informationen der vbw kommt es bei der Antragstellung durch die Arbeitgeber gelegentlich zu Missverständnissen, die die Bearbeitung verzögern und ggf. auch eine zweite Antragstellung erforderlich machen. Die vbw hat daher ein Merkblatt erstellt, in dem häufige Fehler aufgeführt werden und erklärt wird, wie sie vermieden werden können.

Zum Merkblatt

16.09.2020 Kabinett verlängert Kurzarbeit-Hilfen bis ins Jahr 2021

Die Bundesregierung hat die zur Abfederung der Corona-Krise geltenden Finanzhilfen bei Kurzarbeit bis in das Jahr 2021 hinein verlängert. Das Kabinett billigte Regierungskreisen zufolge einen entsprechenden Gesetzentwurf und zwei Verordnungen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Damit wird der Anspruch auf Kurzarbeitergeld zeitweise von zwölf auf 24 Monate erweitert. Arbeitgeber bekommen zudem bis Mitte 2021 die bei Kurzarbeit fälligen Sozialbeiträge zu 100 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit erstattet.

Weitere Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Weitere Informationen des Bundesfinanzministeriums

14.09.2020 Verlängerung der Überbrückungshilfe (2. Phase)

Die Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden.

Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 30. September 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Weitere Informationen

10.09.2020 Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung wird verlängert

Insbesondere Kleinunternehmer und Solo-Selbständige haben Schwierigkeiten die Coronahilfsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Die Bundesregierung hat mit dem Sozialschutz-Paket I den Zugang zu Leistungen der Grundsicherung vereinfacht, um unter anderem auch diese Unternehmergruppen zu unterstützen. Das Sozialschutzpaket sieht die befristete Einschränkung der Vermögensprüfung, die befristete Anerkennung der tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung sowie Vereinfachungen bei der Bewilligung vorläufiger Leistungen vor. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie hat das Bundeskabinett diese Erleichterungen nun bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

Weitere Informationen

28.08.2020 Beschlüsse der Bundesregierung zur Corona-Pandemie

Nach dem Motto „Gemeinsam gegen die Corona-Pandemie“ wurde nun der Bund-Länder-Beschluss zur Bekämpfung der Corona-Pandemie veröffentlicht. Unter anderem werden in diesem das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31.12.2020, Mindest-Bußgelder für Maskenverweigerer sowie Regelungen für Reiserückkehrer festgelegt.

Weitere Informationen

25.08.2020 Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld wird verlängert

Der Koalitionsausschuss hat am 25.08.2020 beschlossen, die Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld von regulär zwölf auf bis zu 24 Monate zu verlängern. Dies soll für Betriebe gelten, die bis zum 31.12.2020 Kurzarbeit eingeführt haben. Maximal soll es Kurzarbeitergeld bis zum 31.12.2021 geben. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.

Weitere Informationen

Best Practices Krisen­management

Worauf kommt es jetzt an? Wie bewältigt Ihr Unternehmen diese Krise?

Hier finden Sie unseren Aktionsplan Krisenmanagement COVID-19 – Jetzt ist schnelles Handeln erforderlich sowie den Link zur DATEV Corona-Fördermittel-App.

Aktionsplan Krisenmanagement COVID-19

In der Checkliste beschreiben wir Schritt für Schritt, wie Sie in Zeiten der Krise vorgehen und welche Punkte Sie nicht außer Acht lassen sollten.

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Erfolg sichern

Kurzarbeitergeld (KUG)

Mit dem „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ sollen befristete Verordnungsermächtigungen im SGB III und Arbeitnehmerüberlassungsgesetz aufgenommen werden, um den Zugang zum Kurzarbeitergeld zu erleichtern und die Leistungen bei Kurzarbeit zu erweitern.
Das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld wurde bereits am 13.3. vom Bundesrat verabschiedet und am 14.3. veröffentlicht.

Konkret sieht das neue Gesetz folgende Maßnahmen betreffend Kurzarbeitergeld vor:

  • Wenn aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen Aufträge ausbleiben, soll ein Betrieb Kurzarbeit anmelden können, wenn mindestens 10 % (bisher 30 %) der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind (§ 109 Abs. 5 Nr. 1 SGB III).
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergelds soll vollständig oder teilweise verzichtet werden können (§ 109 Abs. 5 Nr. 2 SGB III).
    Das geltende Recht verlangt, dass in Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, diese auch zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt und in das Minus gefahren werden.
  • Auch Leiharbeitnehmer können künftig Kurzarbeitergeld beziehen (§ 11a AÜG).
  • Die SV-Beiträge, die der Arbeitgeber aus dem fiktiven Entgelt alleine tragen muss, soll die Bundesagentur für Arbeit vollständig oder teilweise erstatten können (§ 109 Abs. 5 Nr. 3 SGB III).

Beachten Sie in dieser Übersicht die Fristen für die Anzeige des Arbeitsausfalls bei der Agentur für Arbeit!

Bundesagentur für Arbeit – Corona-Virus: Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld

Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Mit Kurzarbeit gemeinsam Beschäftigung sichern

Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Fragen und Antworten zu Kurzarbeit und Qualifizierung

Soforthilfe

Bundesregierung

Die Bundesregierung hat finanzielle Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen für alle Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigte beschlossen:

  • bis zu 5 Beschäftigte max. 9.000 Euro
  • bis zu 10 Beschäftigte max. 15.000 Euro

 

Der Zuschuss dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen. Er orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für drei aufeinander folgende Monate und dient zur Deckung von laufenden betrieblichen Sach-und Finanzaufwendungen (z.B. gewerbliche Mieten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten). Die Bearbeitung der Anträge und die Auszahlung erfolgt durch die Bundesländer. Weitere Informationen und Links zu den zuständigen Stellen finden Sie unten.

Antragsfrist: Der Antrag ist spätestens bis zum 31. Mai 2020 zu stellen

 

Bayern

Die Bayerische Staatsregierung hat eine finanzielle Soforthilfe für Unternehmen und Angehörigen Freier Berufe von 11 bis zu 250 Beschäftigte beschlossen:

  • bis zu 50 Beschäftigte max. 30.000 Euro
  • bis zu 250 Beschäftigte max. 50.000 Euro

 

Antragsteller müssen glaubhaft versichern, dass sie durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die Ihre Existenz gefährden, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass). Weitere Informationen und das elektronische Antragsformular finden sie hier.

Antragsfrist: Der Antrag ist spätestens bis zum 31. Mai 2020 zu stellen (nicht wie ursprünglich 30. Juni 2020)

 

Bundesländer

Einen Überblick der finanziellen Soforthilfemaßnahmen der einzelnen Bundesländer sowie die entsprechden Antragsformulare finden Sie auf den Websites der zuständige Behörden oder Stellen für Antragstellung und Bewilligung:

 

Versicherungen

Das neuartige Coronavirus hat den Alltag komplett verändert – und viele Ängste ausgelöst. Menschen sorgen sich um ihre Gesundheit, Unternehmer und Freiberufler bangen um ihre wirtschaftliche Existenz. Versicherungen können helfen, die Folgen abzumildern. Nähere Informationen finden Sie auf der Corona-Themenseite des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Zur Themenseite des Gesamtverband

Liquidität sichern

Steuerliche Maßnahmen

Steuerstundungen

Steuerpflichtige die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich von den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus betroffen sind, können für fällige oder bis zum 31.12.2020 fällig werdende Steuern einen Antrag auf zinslose Stundung stellen. Hierbei handelt es sich um folgende Steuern:

  • Einkommensteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Umsatzsteuer
  • Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bayern)
  • Grunderwerbsteuer (Bayern)
  • Gewerbesteuer (Gemeinden)
  • Grundsteuer (Gemeinden)

 

HINWEIS

  • Anträge auf Stundung der Körperschaftsteuer sind an das zuständige Betriebsstättenfinanzamt zu stellen
  • Anträge ohne Angabe einer bestimmten Stundungsdauer werden zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten gewährt. Anschlussstundungen sind unter Berücksichtigung der dargestellten Besonderheiten möglich
  • Angemeldete oder festgesetzte und bereits geleistete Steuern können nicht aufgrund von Stundungsanträgen erstattet werden
  • Die Handhabung in den einzelnen Bundesländern sollte mit dem jeweilig zuständigen Finanzamt geklärt werden
  • Gemeinden sind nicht an die Weisungen des Bundesfinanzministeriums bzw. der Landesfinanzbehörden gebunden

 

ANTRAG

  • Die entsprechenden Antragsformulare der einzelnen Bundesländer finden Sie unter „Weitere Informationen / Antragsformulare“
Herabsetzung von Vorauszahlungen

Auf Antrag Herabsetzung der/des

  • Einkommensteuer-Vorauszahlungen
  • Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen
  • Steuermessbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen

 

HINWEIS

  • Die Herabsetzung kann ggf. bis auf EUR 0 erfolgen
  • Sind für den Veranlagungszeitraum 2020 bereits Vorauszahlungen geleistet worden, kann die Herabsetzung der Steuervorauszahlungen ggf. dazu führen, dass bereits entrichtete Vorauszahlungen erstattet werden
  • Es sollte geprüft werden, ob eine Herabsetzung auch für bereits in 2019 gezahlte Vorauszahlungen in Frage kommt
  • Anträge auf Herabsetzung für Zeiträume nach dem 31.12.2020 sind besonders zu begründen

 

VORAUSZAHLUNGEN

ESt bzw. KSt GewSt
I. Quartal 10. März 15. Feb.
II. Quartal 10. Jun. 15. Mai
III. Quartal 10. Sept. 15. Aug.
IV. Quartal 10. Dez. 15. Nov.

 

ANTRAG

  • Die entsprechenden Antragsformulare der einzelnen Bundesländer finden Sie unter „Weitere Informationen / Antragsformulare“
  • Alternativ können die Anträge auch über ELSTER oder DATEV gestellt werden.
Erstattung USt-Sondervorauszahlung „1/11“

Neben Bayern wird auch in anderen Bundesländern (u.a. BW, BB, HE, MV, NI, NW, SN) auf Antrag die USt-Sondervorauszahlung „1/11“ zur Liquiditätsstärkung rückerstattet.

HINWEIS

  • Der einfachste und schnellste Weg der Antragstellung zur Herabsetzung der USt-Sondervorauszahlung 2020 besteht in der Übermittlung einer berichtigten Anmeldung über  ELSTER oder DATEV entsprechend des Vordrucks: Anmeldung der Sondervorauszahlung „USt 1 H“
  • Die Übermittlung einer berichtigten Anmeldung hat keine Auswirkung auf eine gewährte Dauerfristverlängerung nach § 46 UStDV
  • Sofern derzeit unklar ist, ob Ihr Bundesland die Erstattung einer bereits geleisteten Sondervorauszahlung ermöglicht, empfehlen wir direkten Kontakt zu Ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen

 

ANTRAG

  • Der Antrag muss die Anmeldung als Berichtigung kennzeichnen(Kennzahl 10 = „1“ in Zeile 22). Auszufüllen ist somit die Zeile 22 (Kennzahl 10) mit einer „1“ und die Zeilen 24 und 25 (Kennzahl 38) mit jeweils „0“. Die Eintragungen in den Zeilen 24 und 25 mit jeweils „0“ führen zu einer vollständigen Erstattung der Sondervorauszahlung
  • In der Zeile 34 (Kennzahl 23) ist durch Eingabe einer „1“ auf zusätzliche Angaben hinzuweisen. Darüber hinaus sind im Elster-Eingabefeld für Freitext die Gründe für die unmittelbare und nicht unerhebliche Betroffenheit des Unternehmens durch die Folgen des Coronavirus darzulegen. Ein gesondertes Schreiben ist dann nicht erforderlich

 

Umsatzsteuer-Voranmeldungen

Auf Antrag zinslose Stundung der bis 31.12.2020 fällig werdenden Umsatzsteuer-Voranmeldungen.

HINWEIS

  • Stundungsanträge sind auf die jeweiligen Fälligkeitstermine der Umsatzsteuer-Voranmeldung zu beziehen
  • Für künftig anzumeldende Steuern können Stundungsanträge nicht im Voraus gestellt werden
  • Anträge sind zusammen mit der jeweiligen Umsatzsteuer-Voranmeldung zustellen
  • Angemeldete und bereits geleistete Steuern können nicht aufgrund von Stundungsanträgen erstattet werden

 

ANTRAG

  • Neben dem entsprechenden Stundungsantrag ist ein erteilter Lastschrifteinzug punktuell nur für diese entsprechenden Abbuchungen auszuschließen
  • Zum Ausschluss des punktuellen Lastschrifteinzugs werden Sie gebeten, bei der Übermittlung von Umsatzsteuer-Voranmeldungen das Eingabefeld unter „Sonstige Angaben, Zeile 73 Kennzahl 26“ entsprechend zu befüllen. Ein genereller Widerruf des SEPA-Lastschriftmandats ist hingegen nicht erforderlich.
  • Die entsprechenden Antragsformulare der einzelnen Bundesländer finden Sie unter „Weitere Informationen / Antragsformulare“

 

Verlustrücktrag für Vorauszahlungen 19

Von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ betroffene Steuerpflichtige, die noch nicht für den VZ 2019 veranlagt worden sind, können in den zeitlichen Grenzen des § 37 Absatz 3 Satz 3 EStG grundsätzlich eine Herabsetzung der festgesetzten Vorauszahlungen für 2019 beantragen.

HINWEIS

  • pauschal ermittelte Verlustrücktrag beträgt 15% des Saldos der maßgeblichen Gewinneinkünfte und/oder der Einkünfte aus V+V, welche der Festsetzung der Vorauszahlungen für 2019 zugrunde gelegt wurden
  • Neuberechnung der Vorauszahlungen für 2019 führt zu einem sofortigen Erstattungsanspruch
  • Begrenzung des Verlustrücktrag auf 1.000.000 € bzw. 2.000.000 € bei Zusammenveranlagung
  • Keine Verlustverrechnung für Zwecke der Gewerbesteuer möglich

 

ANTRAG

  • Antrag ist schriftlich oder elektronisch (z.B. mittels ELSTER) bei dem zuständigen Finanzamt zu stellen
  • Der Antrag kann gleichzeitig mit dem Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen 2020 gestellt werden

 

BMF-Schreiben vom 24. April 2020

Lohnsteuer

Die Lohnsteuer kann als Steuerabzugsbeträge im Sinne des § 222 Satz 3 und 4 AO grundsätzlich nicht gestundet werden.

HINWEIS

  • Die Bayerische und die NRW-Finanzverwaltung eröffnen die Möglichkeit eine Fristverlängerung für die Lohnsteueranmeldung März 2020/Q1 2020 um bis zu 2 Monate zu beantragen
  • Die Handhabung in anderen Bundesländern sollte mit dem jeweilig zuständigen Finanzamt geklärt werden

 

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

Antrag auf Fristverlängerung der Lohnsteuer-Anmeldung (NRW)

Steuererklärungsfristen

Neben Bayern wird auch in anderen Bundesländern (u.a. HE, SN, ST, SH, TH) für steuerlich vertretene Steuerpflichtige auf Antrag eine Verlängerung der Frist zur Abgabe bestimmter Steuererklärungen gewährt.

HINWEIS

  • Bayern: Die Finanzverwaltung verlängert auf Antrag die Fristen zur Abgabe der Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe-, Umsatz-, Erbschaft- und Schenkungsteuererklärung
  • Veranlagungszeitraum 2018: Rückwirkende Fristverlängerung bis 31.05.2020
  • Verspätungszuschläge werden für die Zeit der Fristverlängerung nicht erhoben
  • Bereits festgesetzte Verspätungszuschläge werden auf Antrag erlassen
  • Sofern derzeit unklar ist, ob Ihr Bundesland eine Fristverlängerung ermöglicht, empfehlen wir direkten Kontakt zu Ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen

 

ANTRAG

  • Um die Antragsbearbeitung zu beschleunigen, übermitteln Sie Ihren Antrag am besten elektronisch über ELSTER
Vollstreckungsmaßnahmen

Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betrifft folgende Steuern:

  • Einkommensteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Umsatzsteuer

 

Bundesministerium der Finanzen

Sozialversicherungsmaßnahmen

Sozialversicherung

Laut Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbands ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden.

Über den Stundungsantrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre jeweils zuständige Krankenkasse.

Nähere Informationen und einen Musterantrag finden Sie auf der Corona-Themenseite der IHK München und Oberbayern.

Weitere Informationen

Kredithilfen

Förderkredite

Informieren Sie sich über die Förderprogramme der KfW und LfA. Die Förderkredite werden über Ihre Hausbank beantragt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Disclaimer

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieses Themenbereichs. Die Informationen und Auskünfte dienen lediglich als erste Hilfestellung und Service für unsere Mandanten. Die dargestellten Ausführungen können daher keine steuerliche oder rechtliche Beratung ersetzen. Für die Inhalte von Websites, die über externe Links erreicht werden, wird keine Haftung übernommen.